Sicherheit: was das Auswärtige Amt sagt
Das Auswärtige Amt schreibt: „Auch 2026 bleibt Südafrikas Kriminalitätsrate auf sehr hohem Niveau.“ Das schließt Raubüberfälle und Gewalttaten ein. Zu Stellenbosch, Franschhoek oder Robertson äußert es sich nicht gesondert. Sei in den Weinorten also genauso vorsichtig wie in Kapstadt.
Die konkreten Hinweise betreffen vor allem Autofahrer. An Ampeln schlagen Täter Scheiben ein und greifen nach Taschen (smash and grab), also lass nichts sichtbar auf dem Beifahrersitz liegen. Auf wenig befahrenen Straßen kommt es nach Einbruch der Dunkelheit zu Carjackings. Auf Autobahnen im Umland Kapstadts, ausdrücklich auch auf der N2 zum Flughafen, legen Täter in der Dämmerung Steine auf die Fahrbahn, um Autos zum Halten zu zwingen.
Im Westkap meldet das Amt außerdem Autoaufbrüche, bei denen die Funk-Zentralverriegelung gestört wird. Zieh nach dem Abschließen kurz am Türgriff. Am Flughafen warten illegale Fahrer mit gefälschten Uber-Aufklebern, und an Geldautomaten arbeiten Betrüger mit manipulierten Geräten oder als freundliche „Helfer“. Wandern solltest du in der Gruppe.
- Notruf vom Handy: 112
- Polizei: 10111
- Rettungsdienst: 10177
- Bergrettung (Wilderness Search and Rescue): 021 937 0300
Das Westkap ist malariafrei.
Strom: Load Shedding liegt hinter dir
Ältere Reisetipps raten noch, eine App für Stromabschaltungen zu laden. Das ist überholt. Die letzte Abschaltung nach Plan gab es im Mai 2025, im ganzen Winter 2025 waren es nur 26 Stunden an vier Abenden. Im April 2026 nahm der Versorger Eskom das Westkap vollständig aus den Abschaltplänen, Mitte Mai 2026 war ein Jahr ohne Load Shedding erreicht (Stand September 2026).
Lokale Ausfälle nach Unwettern gibt es trotzdem, etwa im Mai 2026. Das ist ein Leitungsschaden, kein Load Shedding.
Wasser
In den Städten des Westkaps gilt Leitungswasser als trinkbar. Auf Farmen und abgelegenen Gütern kommt das Wasser oft aus eigenen Bohrlöchern, dort frag nach. Das Auswärtige Amt bittet, in der Kapregion auf Hinweise zu Wasserbeschränkungen zu achten.
Geld, Karten, Münzen
Bezahlt wird in Rand (R). Kreditkarten nimmt fast jeder, auch auf Märkten; der Franschhoek Village Market etwa hat Kartenzahlung und einen Geldautomaten. Die Kaution für den Mietwagen geht bei den meisten Vermietern nur per Kreditkarte. Bargeld brauchst du vor allem für Trinkgelder, für Tankwarte und Parkwächter. Heb Geld an Automaten in Banken oder Einkaufszentren ab, nicht an einem einzelnen Gerät an der Straße.
Trinkgeld: die üblichen Beträge
Die Beträge sind Richtwerte, Stand September 2026.
- Restaurant: 10 bis 15 Prozent, bei sehr gutem Service 15 bis 20. Große Gruppen finden manchmal schon eine Servicegebühr auf der Rechnung. Trinkgeld geht auch über das Kartengerät, bar ist beliebter.
- Tankwart: R5 bis R10, manche Quellen nennen bis R20.
- Parkwächter (car guard): R5 bis R10, mit Hilfe beim Einladen R10 bis R20.
- Guide einer Weintour: R150 bis R300 pro Person, nach Angaben des Anbieters wineinthecape.co.za (Stand Juni 2026).
Verkostungen: was sie kosten, was du reservierst
Der Tour-Anbieter wineinthecape.co.za nennt R100 bis R250 pro Person und Gut für eine Verkostung (Stand Juni 2026), bei Premium-Gütern wie Kanonkop oder Meerlust mehr. Andere Zusammenstellungen im Netz kommen auf R80 bis R150 für eine Standardverkostung. Rechne in Stellenbosch und Franschhoek mit mehr als in Robertson, Tulbagh oder im Breede-Tal; bei den großen Namen kostet eine Verkostung ungefähr so viel wie ein Mittagessen.

Manche Güter erlassen die Gebühr, wenn du Wein kaufst. Frag am Tresen danach, bevor du bezahlst.
Reservieren solltest du bei den bekannten Premium-Gütern und immer bei Restaurants auf Weingütern, bei den gefragtesten wie Babel oder FABER in Paarl mit reichlich Vorlauf. Touren buchst du in der Hochsaison von November bis April ein bis zwei Wochen vorher. Bei einfachen Verkostungen handhaben die Güter das unterschiedlich. Ein kurzer Anruf am Vortag kostet nichts. Welche Güter sich lohnen, steht bei den Weingütern.
Und danach: wer fährt?
Die Promillegrenze liegt bei 0,05 Gramm je 100 Milliliter Blut, für Berufsfahrer bei 0,02. Wer darüber liegt, muss laut Auswärtigem Amt mit Festnahme rechnen.
In Franschhoek löst die Wine Tram das Problem am elegantesten. Tram und Bus fahren auf fünf Linien zu je sechs bis acht Gütern, zusammen über 30, ab den Haltestellen in Franschhoek und Groot Drakenstein. Uber fährt in Stellenbosch, Franschhoek und Paarl, in Paarl auch Bolt; von abgelegenen Gütern wartest du abends aber oft eine Viertelstunde oder länger. Und auf der geführten Tour fährt ohnehin jemand anderes.
Unser Tipp Wer selbst fährt, spuckt aus und hält sich an ein, zwei Güter. Wie du ohne Auto in die Täler kommst, steht unter Anreise und Mietwagen.
Häufige Fragen
Gibt es in den Cape Winelands noch Load Shedding?
Die letzte geplante Stromabschaltung in Südafrika gab es im Mai 2025, und Eskom hat das Westkap im April 2026 ganz aus den Abschaltplänen genommen (Stand September 2026). Lokale Ausfälle nach Unwettern kommen vor, sind aber etwas anderes als Load Shedding.
Kann man in den Cape Winelands Leitungswasser trinken?
In den Städten des Westkaps gilt Leitungswasser als trinkbar. Auf Farmen und Gütern kommt das Wasser oft aus eigenen Bohrlöchern, dort fragst du am besten nach.
Wie viel Trinkgeld gibt man in Südafrika im Restaurant?
In Restaurants in Südafrika sind zehn bis fünfzehn Prozent üblich, bei sehr gutem Service mehr. Bei großen Gruppen steht manchmal schon eine Servicegebühr auf der Rechnung, deshalb prüf die Rechnung vor dem Bezahlen.
Wie sicher sind die Cape Winelands für Touristen?
Das Auswärtige Amt beschreibt die Kriminalität in Südafrika landesweit als sehr hoch, zu den Weinorten selbst äußert es sich nicht gesondert. Für Autofahrer nennt es vor allem Überfälle an Ampeln und Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit als Risiken.
