Auf der Stoep steht ein Spucknapf aus Edelstahl, und niemand benutzt ihn. Dabei ist er genau dafür da: Wer an einem Tag drei Güter besucht und selbst fährt, probiert, spuckt aus und kauft die Flasche für den Abend. In Südafrika gelten 0,5 Promille, und auf den Straßen zwischen den Gütern wird kontrolliert.
Eine Verkostung läuft fast überall gleich ab. Du bekommst eine Karte mit vier bis sechs Weinen, zahlst eine Gebühr pro Person und sitzt dafür eine halbe bis eine Stunde. Gute Richtwerte liegen nach Angaben eines Kapstädter Weinportals bei rund R100 bis R250 pro Person und Gut, Stand Juni 2026, große Namen verlangen mehr. Wo ein Gut eigene Zahlen nennt, stehen sie mit Datum auf seiner Seite. Manche Güter, etwa Saronsberg in Tulbagh, erlassen die Gebühr, wenn du genug Wein kaufst.
Ob du reservieren musst, ist uneinheitlich. Für Restaurants auf Gütern gilt es immer, für Verkostungen bei bekannten Häusern in der Hochsaison von November bis April oft, in Robertson, Tulbagh oder im Breede-Tal selten. Die Auswahl unten ist keine Bestenliste. Sie nennt die Güter, die du als Besucher tatsächlich ansteuerst, weil es dort etwas zu sehen, zu essen oder zu lernen gibt.


